Eine Gürtelrose welche durch die Reaktivierung des zur Familie der Herpesviren gehörenden Varizella-Zoster-Virus, oder kurz VZV, hervorgerufen - der gleiche Virus verursacht die Kindheitskrankheit Windpocken.
Gürtelrose am Kürper beginnt mit starkem Jucken, Brennen und Schmerzgefühl sowie starker Berührungsempfindlichkeit, selbst wenn noch kein Ausschlag zu sehen sein sollte. Die körperlichen Regionen, die von diesen Frühsymptomen betroffen sein können, sind Gesicht, Bauch, Rücken, Gesäß und Brust.
Wenn der Ausschlag etwas später sichtbar wird, kommt es zu Flecken-, Bläschen und Pustelbildung. Üblicherweise heilt der Ausschlag und somit die Gürtelrose innerhalb von 3-4 Wochen ab, und auch die Schmerzen verschwinden. In manchen Fällen können die Schmerzen aber weiter bestehen, selbst wenn die sichtbaren Symptome abgeklungen sind (postherpetische Neuralgie oder Postzosterneuralgie).
Wer die Windpocken hatte, trägt den Windpockenvirus (Varicella) in sich – dieser “ruht” inaktiv in den sensorischen Nerven (kontrollieren Empfindungen) in der Nähe des Rückenmarks. Durchschnittlich “erwacht” der Virus bei 20% aller Menschen, allerdings oftmals erst viele Jahre nach einer Windpockenerkrankung.
Entlang der Nervenbahnen gelangt der Virus dann zur Haut, wo er Gürtelrose am Körper auslöst.
In den meisten Gürtelrose-Fällen kann man nicht nachvollziehen, was genau die Reaktivierung des Windpocken-Virus und damit die Erkrankung ausgelöst hat – jeder, der einmal die Windpocken hatte, gehört zur Risikogruppe.
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Aktuell gibt es mindestens zwei Impfungen, die angewendet werden, um das Auftreten von Gürtelrose am Körper einzudämmen.
Zum einen ist dies die Windpockenimpfung mit dem Varizellen-Impfstoff, die in 70-90% der Fälle wirksam Windpocken vermeidet, und somit auch das Auftreten von Gürtelrose. Im Regelfall wird diese Impfung bei Kindern angewandt, jedoch kann die Immunität nach 15-20 Jahren nachlassen.
Zum anderen wurde ein Wirkstoff, welcher große Mengen an vermehrungssfähigen Varicella-Zoster-Viren enthält und somit eine effektive Immunantwort auslösen kann, in den USA von der Firma Merck Sharp & Dohme entwickelt, welcher unter dem Namen Zostavax bekannt ist. Zostavax erhielt 2006 die EU-Zulassung, und wird voraussichtlich 2009 in Deutschland eingeführt. Untersuchungen haben ergeben, dass sich durch diese Impfung das Risiko einer Gürtelrose-Erkrankung, die Schwere des Schmerzes sowie das Risiko einer postherpetischen Neuralgie mehr als halbieren lässt.
Es wird allerdings nicht empfohlen, Menschen zu impfen, die eine Gürtelrose-Erkrankung bereits hinter sich haben, da die Erkrankung zu einer nachhaltigen Boosterung der Immunität führt, d.h. wer einmal Gürtelrose hatte, wird im Normalfall nicht noch einmal in seinem Leben daran erkranken.
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